Tarifbeschäftigte

Bremer Auszubildende machen Druck

Bremer Auszubildende machen Druck

Jugendaktion in Bremen ver.di Demonstrationszug von Auszubildenden in Bremen

Über 150 Azubis vom Aus- und Fortbildungszentrum haben am Dienstag, den 31. Januar, mit einer Demo und anschließender Kundgebung in Bremen Vahr ihre eigenen Forderungen für die Tarifrunde der Länder klar gemacht. Bunte Würfel, Trillerpfeifen, Sprechgesänge und Luftballons, die in den Himmel steigen waren dabei. Die Bremer Stadtmusikanten haben untermauert, was sie von heißer Luft der Arbeitgeber halten. Die Arbeitgeber haben bei der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder wieder kein Angebot vorgelegt.

Aktion der Auszubildenden in Bremen ver.di Forderungen der Auszubildenden im öffentlichen Dienst in Bremen

„Die Bremer Auszubildenden im öffentlichen Dienst haben sich bereits gut sichtbar am ersten Warnstreiktag beteiligt. Nun wollen sie noch mal eindringlich und kreativ auf ihre eigenen Forderungen aufmerksam machen“, so Nonni Morisse, Gewerkschaftssekretär für den Bereich Jugend bei ver.di. „Die Auszubildenden haben bislang zwei Tage weniger Urlaub im Jahr, als die festangestellten Beschäftigten. Das empfinden viele als sehr ungerecht.“

Er führt außerdem aus: „Die Ausbildung stellt ohnehin eine besondere Belastung dar, deswegen fordern die gewerkschaftlich organisierten Auszubildenden eine höhere Vergütung in der Ausbildung, aber auch im Berufspraktikum, dem Anerkennungsjahr. Das wird für Sozial- und Erziehungsberufe im öffentlichen Bereich in Bremen vorausgesetzt und sollte daher auch finanziell mehr wertgeschätzt werden.“

Die für die Bremer Auszubildenden wichtigsten Forderungen an die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) sind:

  • Erhöhung der Ausbildungsentgelte und der Entgelte der Praktikanten_innen um 90€
  • Erhöhung des Urlaubsanspruchs auf 30 Tage
  • Zahlung eines Lernmittelzuschusses in Höhe von 50 € je Ausbildungsjahr
  • eine verbindliche gute Übernahmeregelung für Auszubildende