Tarif- und Besoldungsrunde der Länder 2017

1.200 Beschäftigte legen Arbeit nieder

Warnstreiks in Baden-Württemberg

Beschäftigte der Autobahnmeistereien in Walldorf und Mannheim-Seckenheim, des Zentrums für Psychiatrie Nordbaden sowie der Universität Heidelberg und Mannheim, der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule Mannheim beteiligten sich an Warnstreiks in der Region Rhein-Neckar. Allein am Zentrum für Psychiatrie Nordbaden in Wiesloch streikten rund 400 Beschäftigte der Frühschicht.

Es folgten weitere Warnstreiks sowie eine Streikaktion an der Wilhelma in Stuttgart. Im Laufe des Vormittags gab es dann Arbeitsniederlegungen in weiteren Universitäten; Hochschulen und Studierendenwerken, so in Tübingen, Reutlingen, Stuttgart und Konstanz, Regierungspräsidien und Landesbehörden sowie anderen Landesdienststellen wie auch dem Badischen Staatstheater in Karlsruhe und an den Zentren für Psychiatrie in Zwiefalten, Weinsberg und Reichenau.

Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Das ist heute ein erstes Signal der Landesbeschäftigten an die Arbeitgeber. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, hören wir bei Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von den Finanzministern im Bund und im Land immer nur: Wir schätzen die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, wir würden ihnen gerne mehr geben, aber wir können nicht. Jetzt können sie!“