Tarif- und Besoldungsrunde der Länder 2017

2.500 Beschäftigte legten die Arbeit nieder

Hohe Beteiligung bei Warnstreiks in Bayern

Mehr als 2.500 Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder haben am 14. Februar in Bayern die Arbeit niedergelegt. „Mit dieser starken Beteiligung können wir den Druck auf die Arbeitgeber unmittelbar vor der vorerst letzten vereinbarten Verhandlungsrunde ab Donnerstag in Potsdam deutlich erhöhen“, erklärte der Tarifkoordinator und stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach. Demonstrationszüge und Kundgebungen gab es in München, Augsburg, Erlangen, Regensburg, Bayreuth, Rosenheim und Würzburg.

„Gute öffentliche Dienstleistungen brauchen motivierte und qualifizierte Leute. Das gibt es nicht zum Nulltarif."

Norbert Flach, stellv. ver.di Landesbezirksleiter

„Gute öffentliche Dienstleistungen brauchen motivierte und qualifizierte Leute. Das gibt es nicht zum Nulltarif“, begründete Norbert Flach die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn. Betroffen von den Arbeitsniederlegungen waren am Dienstag alle Regierungsbezirke in Bayern. Universitäten, Studentenwerke, Universitätskliniken, Autobahn- und Straßenmeistereien, Flussmeisterstellen, Gerichte, Theater, Museen, Autobahndirektionen, Finanzämter und zahlreiche weitere staatliche Länderbehörden und Dienststellen beteiligten sich an dem Ausstand.

Demo in Regensburg: Wir sind es wert! ver.di Demo in Regensburg: Wir sind es wert!

Demo in Regensburg

Als vollen Erfolg und ein klares Signal an die Verhandlungsführung der Arbeitgeberseite wertete Alexander Gröbner, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Oberpfalz die Warnstreiks der Länderbeschäftigten. „Circa 220 Beschäftigte sind unserem Warnstreikaufruf gefolgt. Hinzu kamen rund 80 Kolleginnen und Kollegen aus dem ver.di Bezirk Niederbayern. Das Streiklokal im Antoniushaus in Regensburg war gut gefüllt und wir konnten mit unserem Demozug zur Uniklinik lautstark zum Ausdruck bringen, dass wir von den Arbeitgebern ein verhandlungsfähiges Angebot erwarten!“ betonte Gröbner.

Um 12.00 Uhr mittags folgten zusätzlich fast 300 Beschäftigte aus der Uniklinik der Abschlusskundgebung vor dem Haupteingang. „Wir freuen uns sehr, dass auch zahlreiche Beamtinnen und Beamte unserem Solidaritätsaufruf in ihrer Freizeit gefolgt sind“, so Gröbner.